Rahmenprogramm

Yoga am Morgen

„Yoga“ begegnet uns heute fast überall und das oftmals unter dem Label von Bauch-Beine-Po-Programmen, die meistens mehr mit Aerobic und Akrobatik zu tun haben.
Yoga als ein traditionelles Übungssystem hat hingegen viel mehr zu bieten. Durch Übungen, die deine Kraft, Ausdauer und Flexibilität erhöhen und Verspannungen lösen können, als auch das Schulen von Konzentration und Achtsamkeit kann Yoga dir helfen, ein wohliges Körpergefühl zu entwickeln und zur Ruhe zu kommen. Und das jenseits von Schönheitsnormen und Selbstoptimierungsdruck.
Dabei sind alle auf der Matte willkommen, egal ob mit oder ohne Yogaerfahrung. Bring gerne deine eigene Matte mit. Einige Matten haben wir dabei. Es ist zudem möglich, sich für 3 Euro eine Matte vom Hotel zu leihen.
Ich freue mich darauf, euch kennen zu lernen, eure Tine
Keep calm and organize resistance <3
Zur Referentin: Tine unterricht seit 3 Jahren Hatha-Yoga und das zur Zeit an der Universität Potsdam und im FreiLand, einem alternativen Kulturzentrum in Potsdam.“

Feministischer Büchertisch

Der Büchertisch voll feministischer Literatur ist zum festen Bestandteil der frauensommerakademie* geworden. Die Buchhandlung Die gute Seite aus Berlin-Neukölln zeigt uns auch dieses Jahr wieder über alle vier Tage aktuelle feministische Titel: von Sachbuch und Belletristik über Graphic Novels, Sach-Comics bis hin zu Kinderbüchern und Malheften kann wieder geschmökert und auch gekauft werden (Bar- und EC-Zahlung). Am ersten Abend gibt Ko-Inhaberin Friederike Hartwig einen kommentierten Überblick über die mitgebrachten Schätze.

Donnerstag Abend heißt es: Bring dein Lieblingsbuch

Nach dem ersten Willkommens-und-Startplenum aller Teilnehmerinnen* machen wir es uns am Donnerstag Abend gemütlich. Friederike Hartwig gibt einen kurz-knackig-kommentierten Überblick über die Titel des Feministischen Büchertischs. Danach wollen wir über unsere Lieblingsbücher sprechen. Bring dein Buch! Ob Kinderbuchklassiker mit beeindruckender Mädchen*figur, gerade gelesener Roman, aufrüttelndes Sachbuch, verrücktes Gedicht oder zauberhafter Comic – lasst uns schöne Literatur miteinander teilen, die uns bestärkt, aufwühlt oder auch einfach nur glücklich macht.

 

Freitag Abend heißt es: Film ab!

Am Samstag Abend zeigen wir die Dokumentation Viva la Vulva. Ein Film von Gabi Schweiger
Fotze. Cunt. Chatte. Lustgrotte. Kleschn.
In den meisten Sprachen werden Bezeichnungen für die Vulva als Schimpfwörter verwendet. Wie gehen Menschen, Männer wie Frauen, mit dem weiblichen Geschlechtsteil um? Was für einen Stellenwert hat die Vulva in der Sprache? Und in der Kultur? Wann ist Weiblichkeit etwas Positives – und keine Ware mehr?
In ihrer Dokumentation zeigt Regisseurin Gabi Schweiger auf, wie es heute aussieht mit dem Selbstverständnis von Frauen und der weiblichen Sexualität.
Immer noch scheint sich alles um die Ikonisierung des männlichen Penis zu drehen. Die Vulva, in ihrer Gesamtheit – und nicht nur auf ein Loch reduziert – ist in unserer Kultur nicht vorhanden, weder sprachlich, noch als Metapher, wie zum Beispiel das allgegenwärtige „Phallische“. Das geht sogar so weit, dass auch heute immer noch kaum jemand weiß, wie eine Klitoris tatsächlich aussieht.
Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal erzählt über die Rolle der Vulva in alten Mythologien, die Vulva war es, die die Welt retten konnte, schließlich kommt aus ihr das Leben. Gipsvulven in aller weiblichen Vielfalt werden von Gloria Dimmel gefertigt. Die französische Künstlerin Ovidie und die Psychologin Sandra Konrad besprechen den sexuellen Widerspruch in unserer Gesellschaft. Einerseits gebe es für alle Geschlechter vermeintlich sexuelle Freiheiten wie noch nie, andererseits hat die allgegenwärtige Pornoindustrie sexuelle Maßstäbe und Schönheitsideale eingeführt, die gerade für junge Menschen mehr Zwang als Lust hervorrufen. Die Senegalesin Fatou Mandiang Diatta rappt unter ihrem Künstlernamen „Sister Fa“ gegen die Genitalverstümmelung an. Es betrifft immer noch 94% der Mädchen in ihrem Land. Die Aktivistin Seyran Ateş plädiert für eine sexuelle Revolution des Islam und die Gleichstellung von Mann und Frau als Grundpfeiler und Wegbereiter für demokratische Verhältnisse. Wie kann sich Weiblichkeit als das, was sie ist, darstellen, ohne dafür bestraft zu werden?
Der erste Schritt dazu wäre wohl die Anerkennung von Diversität – der Meinungen, der Bedürfnisse und des Aussehens. Auch jener der Vulven.
Hier geht’s zum Film-Teaser, hier zum Gespräch mit Mithu Sanyal.

Am Samstag dürft ihr euch auf jede Menge Überraschungen freuen!